Mikrofone
Professionelle Mikrofone für Bühne, Studio und Event
Vom Studio- bis zum Bühnenmikrofon: Der LTT Mikrofon Shop bietet Dir Riesenauswahl, Top Beratung und 1A Service. Ob Du ein robustes Gesangsmikrofon für Live-Performances suchst, ein präzises Kondensatormikrofon für Studioaufnahmen benötigst oder drahtlose Systeme für maximale Bewegungsfreiheit auf der Bühne planst – bei LTT findest Du hochwertige Markenprodukte für jeden professionellen Anspruch. Unsere Mikrofone setzen Deine Veranstaltungen in Szene und sorgen für beeindruckende Ergebnisse in der Tontechnik. Jetzt Mikro günstig online kaufen und von über 25 Jahren Erfahrung in der Veranstaltungstechnik profitieren.
Was ist ein Mikrofon? Grundlagen der Schallwandlung
Ein Mikrofon ist ein Schallwandler, der Luftschall als Schallwechseldruckschwingungen in entsprechende elektrische Spannungsänderungen umwandelt. Im Kern folgt eine dünne, elastisch gelagerte Membran den Druckschwankungen des Schalls und bildet durch ihre Bewegung die zeitliche Verteilung des Wechseldrucks nach. Ein Wandler, der mechanisch oder elektrisch mit der Membran gekoppelt ist, generiert daraus eine der Membranbewegung entsprechende Tonfrequenz-Wechselspannung.
Im Unterschied zu Tonabnehmern, die Festkörperschwingungen von Instrumenten direkt aufnehmen, erfassen Mikrofone den Schall über die Luft. Für die professionelle Veranstaltungstechnik ist diese Wandlung entscheidend: Nur durch präzise Schallaufnahme lassen sich Stimmen und Instrumente verlustfrei verstärken und über Lautsprecher Boxen & Beschallungsanlagen wiedergeben.
Die Qualität eines Mikrofons hängt maßgeblich vom Wandlerprinzip ab. Dynamische Mikrofone nutzen elektromagnetische Induktion und sind besonders robust – ideal für den Bühneneinsatz. Kondensatormikrofone arbeiten mit einer elektrisch geladenen Kapsel und bieten höchste Detailtreue, benötigen jedoch Phantomspeisung. Bändchenmikrofone verwenden ein dünnes Metallband als Membran und erzeugen einen warmen, natürlichen Klang. Jedes Prinzip hat seine spezifischen Stärken: Während dynamische Mikrofone hohe Schalldruckpegel verkraften und wartungsarm sind, punkten Kondensatormikrofone mit erweitertem Frequenzgang und hoher Empfindlichkeit – unverzichtbar für Studioaufnahmen und anspruchsvolle Live-Produktionen.
Die wichtigsten Mikrofontypen im Überblick
Dynamische Mikrofone sind die Arbeitspferde der Veranstaltungstechnik. Sie funktionieren nach dem Tauchspulenprinzip: Eine an der Membran befestigte Spule bewegt sich im Magnetfeld und erzeugt elektrische Spannung. Dynamische Mikrofone sind extrem robust, benötigen keine externe Stromversorgung und verkraften hohe Schalldruckpegel bis 150 dB SPL problemlos. Typische Vertreter wie das Shure SM58 oder SM57 sind auf Bühnen weltweit im Einsatz – für Gesang, Gitarrenverstärker und Schlagzeug gleichermaßen geeignet.
Kondensatormikrofone bieten höchste Klangqualität durch ihr kapazitives Wandlerprinzip. Die Membran bildet zusammen mit einer Gegenelektrode einen Kondensator, dessen Kapazität sich bei Schalleinwirkung ändert. Diese Änderung wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Kondensatormikrofone benötigen Phantomspeisung (üblicherweise 48 Volt), die über das XLR-Kabel vom Mischpult bereitgestellt wird. Sie zeichnen sich durch erweiterten Frequenzgang (20 Hz bis 20 kHz und darüber), hohe Empfindlichkeit und exzellentes Impulsverhalten aus. Großmembran-Kondensatormikrofone (Membrandurchmesser ≥ 1 Zoll) werden bevorzugt für Gesangsaufnahmen eingesetzt, Kleinmembran-Modelle (< 1 Zoll) sind ideal für Instrumente wie Akustikgitarre, Overhead-Mikrofonierung oder Chöre.
Bändchenmikrofone nutzen ein hauchdünnes Aluminium-Band als Membran, das im Magnetfeld schwingt. Sie erzeugen einen besonders warmen, natürlichen Klang mit sanfter Höhenwiedergabe und werden geschätzt für Blechblasinstrumente, Gitarrenverstärker und Vintage-Sound. Moderne Bändchenmikrofone sind robuster als ihr Ruf und verkraften auch höhere Schalldruckpegel.
Funkmikrofone bieten maximale Bewegungsfreiheit durch drahtlose Übertragung. Sie bestehen aus einem Sender (Handsender oder Taschensender mit Ansteckmikrofon/Headset) und einem Empfänger. Professionelle Systeme arbeiten im UHF-Bereich und bieten mehrere Frequenzbänder zur Vermeidung von Interferenzen. Wichtig: In Deutschland sind bestimmte Frequenzbereiche für Funkmikrofone zugelassen – aktuelle Modelle nutzen den Bereich 470–608 MHz oder 823–832 MHz. Für Großveranstaltungen mit vielen parallelen Funkstrecken ist eine sorgfältige Frequenzplanung unerlässlich.
Welches Mikrofon für welchen Einsatz?
Bühne und Live-Performance: Für den Live-Einsatz sind dynamische Gesangsmikrofone erste Wahl. Sie sind unempfindlich gegen Rückkopplungen, verkraften raue Bühnenbedingungen und liefern durchsetzungsfähigen Sound. Klassiker wie das Shure SM58 mit Nierencharakteristik unterdrücken Umgebungsgeräusche effektiv und fokussieren auf die Schallquelle direkt vor der Kapsel. Für Instrumente auf der Bühne eignen sich spezialisierte Modelle: Das Shure SM57 für Gitarrenverstärker und Snare-Drum, das Sennheiser e604 als Clip-Mikrofon für Toms, das AKG D112 für Bassdrum. Overhead-Mikrofonierung erfolgt mit robusten Kleinmembran-Kondensatormikrofonen.
Studio und Recording: Im Studio dominieren Kondensatormikrofone. Großmembran-Modelle wie das Neumann U87 oder AKG C414 sind Referenzen für Gesangsaufnahmen und liefern detailreiche, druckvolle Aufnahmen. Kleinmembran-Kondensatormikrofone werden als Stereopaar für Akustikgitarre, Streichinstrumente oder Raummikrofonierung eingesetzt. Wichtig: Das Studio muss akustisch optimiert sein, da Kondensatormikrofone jede Raumreflexion aufnehmen. Für Homerecording sind USB-Kondensatormikrofone eine praktische Lösung – sie enthalten einen integrierten Vorverstärker und A/D-Wandler und werden direkt am Computer angeschlossen.
Veranstaltungstechnik und Konferenzen: Für Podiumsdiskussionen, Konferenzen und Präsentationen kommen Schwanenhals-Mikrofone, Grenzflächenmikrofone oder Ansteckmikrofone (Lavaliermikrofone) zum Einsatz. Grenzflächenmikrofone werden auf Tischplatten platziert und nehmen den Schall direkt von der reflektierenden Oberfläche auf – ideal für Konferenzräume. Drahtlose Ansteckmikrofone bieten maximale Bewegungsfreiheit für Redner und Moderatoren. Headset-Mikrofone sind die professionelle Lösung für Musicals, Theater und Fitness-Trainer – sie sitzen fest am Kopf und gewährleisten konstanten Abstand zur Schallquelle.
Messebau und Installation: Für permanente Installationen in Kirchen, Theatern oder Messehallen werden Installationsmikrofone mit unauffälligem Design eingesetzt. Sie lassen sich an Traversen oder Deckenkonstruktionen montieren und bieten zuverlässige Sprachverständlichkeit. Für BOS-Anwendungen (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) sind robuste Handmikrofone mit PTT-Funktion (Push-to-Talk) und hoher Sprachverständlichkeit auch in lauten Umgebungen gefordert.
Qualität und Kaufkriterien: Worauf Profis achten
Richtcharakteristik: Die Richtcharakteristik beschreibt, aus welchen Richtungen ein Mikrofon Schall aufnimmt. Nierencharakteristik (Cardioid) ist der Standard für Bühne und Studio – sie nimmt Schall primär von vorne auf und unterdrückt seitlichen und rückwärtigen Schall. Supernierencharakteristik bietet noch stärkere seitliche Dämpfung, nimmt aber einen kleinen Anteil von hinten auf. Kugelcharakteristik (Omnidirektional) nimmt Schall aus allen Richtungen gleichmäßig auf – ideal für Raummikrofonierung oder Konferenzen. Achtercharakteristik (Figure-8) nimmt von vorne und hinten auf, unterdrückt aber seitlichen Schall – typisch für Bändchenmikrofone und Stereoaufnahmen.
Frequenzgang: Der Frequenzgang gibt an, welche Frequenzen ein Mikrofon wie stark überträgt. Ein linearer Frequenzgang (20 Hz – 20 kHz) ist ideal für naturgetreue Aufnahmen. Viele Gesangsmikrofone haben jedoch eine Präsenzanhebung im Bereich 3–8 kHz, um Stimmen durchsetzungsfähiger zu machen. Bassabsenkung (Low-Cut-Filter) reduziert Trittschall und Rumpeln – bei vielen Kondensatormikrofonen schaltbar.
Empfindlichkeit und Grenzschalldruckpegel: Die Empfindlichkeit wird in mV/Pa angegeben und beschreibt, wie viel Ausgangsspannung bei gegebenem Schalldruck entsteht. Kondensatormikrofone sind hochempfindlich (10–50 mV/Pa), dynamische Mikrofone weniger (1–3 mV/Pa). Der Grenzschalldruckpegel gibt an, ab welchem Schallpegel das Mikrofon verzerrt – wichtig für laute Schallquellen. Professionelle Kondensatormikrofone verkraften 130–140 dB SPL, dynamische Mikrofone oft über 150 dB SPL.
Impedanz und Anschluss: Professionelle Mikrofone haben niedrige Impedanz (150–600 Ohm) und XLR-Anschluss. Niedrige Impedanz ermöglicht lange Kabelwege ohne Signalverlust. XLR-Kabel sind symmetrisch aufgebaut und unterdrücken Störungen effektiv. Kabel und Stecker von Herstellern wie Neutrik, Sommer Cable oder Cordial gewährleisten zuverlässige Signalübertragung.
Marken und Hersteller: Bewährte Hersteller wie Shure, AKG, Sennheiser, Beyerdynamic, Neumann und Audio-Technica stehen für Qualität und Langlebigkeit. Shure ist Marktführer bei dynamischen Bühnenmikrofonen, Neumann die Referenz im Studio-Segment. Auch Marken wie JTS, PSSO und Omnitronic bieten solide Einstiegsmodelle für preisbewusste Anwender. Preisspanne: Einstiegs-Dynamikmikrofone ab 30 €, professionelle Bühnenmikrofone 100–300 €, Studio-Kondensatormikrofone 300–3.000 €, High-End-Modelle über 5.000 €.
Funkmikrofone und drahtlose Systeme: Frequenzen und Technik
Drahtlose Mikrofonsysteme sind aus der modernen Veranstaltungstechnik nicht mehr wegzudenken. Sie bieten maximale Bewegungsfreiheit für Künstler, Redner und Moderatoren – ohne störende Kabel. Professionelle Funkmikrofone arbeiten im UHF-Bereich (Ultra High Frequency) und nutzen in Deutschland primär die Frequenzbereiche 470–608 MHz sowie 823–832 MHz. Ältere Systeme im Bereich 790–862 MHz (ehemals TV-Band) sind seit der Digitalen Dividende II nicht mehr zulässig.
True Diversity-Empfänger verwenden zwei getrennte Antennen und Empfangswege. Das System wählt automatisch das Signal mit der besseren Qualität aus und vermeidet so Aussetzer durch Mehrwegeempfang oder Abschattung. Für anspruchsvolle Live-Produktionen sind True-Diversity-Systeme Standard.
Frequenzmanagement: Bei parallelem Betrieb mehrerer Funkstrecken ist sorgfältige Frequenzplanung unerlässlich. Intermodulationsprodukte können entstehen, wenn Sendefrequenzen ungünstig gewählt werden. Professionelle Systeme bieten Frequenz-Scan-Funktionen und berechnen kompatible Frequenzen automatisch. Für Großveranstaltungen mit 20+ Funkstrecken empfiehlt sich der Einsatz von Frequenzmanagement-Software.
Reichweite und Sendeleistung: In Deutschland ist die Sendeleistung für Funkmikrofone auf 10 mW ERP (Effective Radiated Power) begrenzt. Die praktische Reichweite liegt bei 50–100 Metern in Gebäuden, im Freifeld bis 300 Meter. Für größere Distanzen werden Antennen-Splitter und externe Antennen eingesetzt, die näher an der Bühne positioniert werden.
Batterielaufzeit: Handsender werden üblicherweise mit zwei AA-Batterien betrieben, Taschensender mit einer 9V-Batterie. Professionelle Systeme bieten 8–12 Stunden Laufzeit. Für mehrtägige Events sind wiederaufladbare Akkupacks sinnvoll. Moderne Systeme zeigen den Batteriestand am Empfänger an.
Digitale Funksysteme: Neuere digitale Funkmikrofone (z. B. Shure Axient Digital, Sennheiser Digital 6000) bieten höhere Audioqualität, geringere Latenz und bessere Spektrum-Effizienz. Sie ermöglichen mehr parallele Kanäle auf engem Frequenzraum und sind die Zukunft der drahtlosen Audiotechnik.
Rechtliche Vorschriften: Funkmikrofone sind in Deutschland anmeldepflichtig bei der Bundesnetzagentur, wenn sie außerhalb der allgemein zugeteilten Frequenzbereiche betrieben werden. Für Veranstaltungen können temporäre Frequenzzuteilungen beantragt werden. Professionelle Veranstaltungstechniker arbeiten eng mit Frequenzkoordinatoren zusammen, um störungsfreien Betrieb zu gewährleisten.
Mikrofonzubehör und Befestigungstechnik für Events
Mikrofonständer und Stative: Stabile Mikrofonständer sind unverzichtbar für professionelle Anwendungen. Gerader Ständer für Gesang, Galgenständer für Instrumente und Overhead-Mikrofonierung, Tischstative für Konferenzen. Hochwertige Ständer von König & Meyer oder Gravity bieten solide Verarbeitung, stufenlose Höhenverstellung und rutschfeste Gummifüße. Für Bühneneinsatz sind schwere Gussfüße wichtig – sie verhindern Umkippen auch bei versehentlichem Anstoßen.
Popschutz und Windschutz: Popschutz (Popfilter) reduziert Plosivlaute (P, B, T) bei Gesangsaufnahmen. Er besteht aus einem Nylongewebe in Rahmen und wird zwischen Mund und Mikrofon positioniert. Windschutz aus Schaumstoff wird direkt auf die Mikrofonkapsel gesteckt und dämpft Windgeräusche und Atemgeräusche. Für Außenaufnahmen werden Fellwindschutze (Deadcats) eingesetzt, die auch starken Wind effektiv dämpfen.
Mikrofonspinne (Shock Mount): Elastische Aufhängungen entkoppeln das Mikrofon mechanisch vom Stativ und reduzieren Trittschall und Körperschall. Besonders wichtig bei empfindlichen Kondensatormikrofonen im Studio. Hochwertige Spinnen verwenden mehrere Gummibänder oder Silikonringe zur Aufhängung.
Mikrofonklemmen und Clips: Für Instrumente wie Schlagzeug, Blechblasinstrumente oder Percussion werden spezielle Mikrofonklemmen verwendet. Sie ermöglichen präzise Positionierung direkt an der Schallquelle und sparen Platz auf der Bühne. Clip-Mikrofone für Blasinstrumente werden direkt am Schalltrichter befestigt.
XLR-Kabel: Professionelle Mikrofonkabel sind symmetrisch aufgebaut (3-polig: Masse, Signal+, Signal-) und unterdrücken Störungen durch Common-Mode-Rejection. Hochwertige Kabel von Sommer Cable, Cordial oder Neutrik verwenden sauerstofffreies Kupfer und mehrfache Abschirmung. Für Bühneneinsatz sind robuste Kabel mit Knickschutz und Zugentlastung wichtig. Standardlängen: 3 m, 5 m, 10 m, 15 m.
Befestigung an Traversen: Für Installationen an Traversensystemen werden spezielle Mikrofonhalter verwendet, die mit Traversenklemmen befestigt werden. Riggatec bietet ein breites Sortiment an Klemmen und Adaptern für die Montage von Mikrofonen an Naxpro-Truss und anderen Traversensystemen. Wichtig: Die Traglast der Klemme muss ausreichend dimensioniert sein, auch wenn Mikrofone leicht sind – Sicherheit geht vor.
Mikrofonsets: Komplettsets für Schlagzeug (z. B. 7-teilig: Bassdrum, Snare, 3× Tom, 2× Overhead) bieten optimale Abstimmung der Mikrofone aufeinander und sind preislich attraktiv. Auch für Bläser-Ensembles oder Chöre gibt es abgestimmte Sets mit einheitlicher Klangcharakteristik.
LTT – Dein Experte für Veranstaltungstechnik
Bei LTT findest Du nicht nur Mikrofone, sondern komplette Lösungen für professionelle Veranstaltungstechnik. Als Full-Service-Anbieter mit über 25 Jahren Erfahrung und eigener Fertigung in Deutschland verstehen wir die Anforderungen von Veranstaltungstechnikern, Messebauern und Event-Profis. Unser Sortiment umfasst Top-Marken wie Shure, AKG, Sennheiser, Beyerdynamic und Audio-Technica sowie bewährte Hersteller wie JTS, PSSO, Omnitronic und Monacor.
Von der Mikrofonauswahl über Mischpulte und Mixer bis zur kompletten Beschallungsanlage – wir beraten Dich kompetent und liefern schnell. Profitiere von versandkostenfreier Lieferung ab 69 € und Express-Versand bei eiligen Projekten. Unsere 3 Jahre LTT-Garantie gibt Dir Sicherheit für Deine Investition.
Als Hersteller von Naxpro-Truss, Riggatec und Bullstage kennen wir die Anforderungen an Rigging und Installation. Unsere Mikrofone lassen sich nahtlos in Deine bestehende Veranstaltungstechnik integrieren. Für Wiederverkäufer bieten wir attraktive Großhandelskonditionen und internationalen Versand.
Entdecke auch unser Sortiment an Audio Tools und Zubehör sowie Endstufen und Verstärkern – alles aus einer Hand, alles auf Profi-Niveau. LTT – Dein zuverlässiger Partner für innovative Lösungen in der Veranstaltungstechnik.
FAQ – Fragen & Antworten
Ein gutes Mikrofon für professionelle Anwendungen kostet je nach Typ und Einsatzzweck zwischen 100 und 500 Euro. Dynamische Bühnenmikrofone wie das Shure SM58 liegen bei etwa 100–150 Euro und bieten exzellente Qualität für Live-Performances. Kondensatormikrofone für Studioaufnahmen beginnen bei circa 200 Euro für Einstiegsmodelle und reichen bis über 3.000 Euro für High-End-Großmembran-Mikrofone wie das Neumann U87. Funkmikrofon-Sets starten bei etwa 300 Euro für einfache Systeme, professionelle True-Diversity-Systeme kosten 600–1.500 Euro. Für Einsteiger und Semi-Profis bieten Hersteller wie JTS, PSSO oder Omnitronic solide Mikrofone ab 30–80 Euro. Entscheidend ist der Einsatzzweck: Für Bühneneinsatz sind robuste dynamische Mikrofone erste Wahl, für Studioaufnahmen lohnt die Investition in hochwertige Kondensatormikrofone.
Dynamische Mikrofone arbeiten nach dem elektromagnetischen Induktionsprinzip: Eine an der Membran befestigte Spule bewegt sich im Magnetfeld und erzeugt elektrische Spannung. Sie sind robust, benötigen keine externe Stromversorgung und verkraften hohe Schalldruckpegel – ideal für Bühneneinsatz. Kondensatormikrofone nutzen das kapazitive Prinzip: Die Membran bildet mit einer Gegenelektrode einen Kondensator, dessen Kapazitätsänderung in ein Signal umgewandelt wird. Kondensatormikrofone benötigen Phantomspeisung (48 Volt), bieten aber höhere Empfindlichkeit, erweiterten Frequenzgang und besseres Impulsverhalten – perfekt für Studioaufnahmen. Dynamische Mikrofone sind wartungsarm und unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Kondensatormikrofone liefern detailreichere, transparentere Aufnahmen. Für Live-Gesang werden überwiegend dynamische Mikrofone eingesetzt, für Studiogesang und Instrumente Kondensatormikrofone.
Für Live-Auftritte auf der Bühne eignen sich dynamische Gesangsmikrofone mit Nierencharakteristik am besten. Das Shure SM58 ist der Industriestandard und wird weltweit auf Bühnen eingesetzt – es ist extrem robust, rückkopplungsarm und liefert durchsetzungsfähigen Gesangssound. Alternativen sind das Sennheiser e835, Beyerdynamic TG V50d oder AKG D5. Diese Mikrofone verkraften Schalldruckpegel über 150 dB SPL, sind unempfindlich gegen Handling-Geräusche und funktionieren zuverlässig auch unter rauen Bühnenbedingungen. Für Instrumente werden spezialisierte Modelle verwendet: Shure SM57 für Gitarrenverstärker und Snare, Sennheiser e604 für Toms, AKG D112 für Bassdrum. Für maximale Bewegungsfreiheit sind drahtlose Funkmikrofon-Systeme ideal – professionelle UHF-Systeme mit True-Diversity-Empfänger bieten zuverlässige Übertragung ohne Kabel. Wichtig ist die Wahl der richtigen Richtcharakteristik: Nierencharakteristik unterdrückt Monitorsignale von hinten und reduziert Rückkopplungsgefahr.
Nein, nicht alle Mikrofone benötigen Phantomspeisung. Dynamische Mikrofone arbeiten nach dem elektromagnetischen Induktionsprinzip und erzeugen ihre Spannung selbst – sie benötigen keine externe Stromversorgung. Kondensatormikrofone hingegen benötigen zwingend Phantomspeisung, üblicherweise 48 Volt Gleichspannung, die über das XLR-Kabel vom Mischpult oder Audio-Interface bereitgestellt wird. Die Phantomspeisung versorgt den eingebauten Impedanzwandler und polarisiert die Kondensatorkapsel. Bändchenmikrofone benötigen ebenfalls keine Phantomspeisung – bei älteren Modellen kann versehentlich zugeschaltete Phantomspeisung sogar das empfindliche Bändchen beschädigen. Moderne Bändchenmikrofone sind jedoch meist phantomspeisungs-tolerant. USB-Mikrofone beziehen ihre Stromversorgung direkt über den USB-Anschluss vom Computer. Funkmikrofone werden über Batterien oder Akkus im Sender mit Strom versorgt. Beim Anschluss von Mikrofonen ist wichtig zu wissen, welcher Typ vorliegt – die meisten Mischpulte haben einen Schalter für Phantomspeisung pro Kanal.
Die Richtcharakteristik beschreibt, aus welchen Richtungen ein Mikrofon Schall aufnimmt und wie empfindlich es in verschiedenen Winkeln reagiert. Nierencharakteristik (Cardioid) ist die häufigste Form: Das Mikrofon nimmt Schall primär von vorne auf, unterdrückt seitlichen Schall und ist nach hinten unempfindlich – ideal für Bühne und Studio, da Monitore und Raumschall gedämpft werden. Supernierencharakteristik bietet noch stärkere seitliche Dämpfung, nimmt aber einen kleinen Anteil von hinten auf. Kugelcharakteristik (Omnidirektional) nimmt Schall aus allen Richtungen gleichmäßig auf – perfekt für Raummikrofonierung, Konferenzen oder wenn mehrere Sprecher um das Mikrofon stehen. Achtercharakteristik (Figure-8) nimmt von vorne und hinten auf, unterdrückt aber seitlichen Schall – typisch für Bändchenmikrofone und Stereoaufnahmen nach dem Blumlein-Verfahren. Viele hochwertige Kondensatormikrofone bieten umschaltbare Richtcharakteristiken, sodass ein Mikrofon für verschiedene Aufnahmesituationen genutzt werden kann. Die Wahl der richtigen Richtcharakteristik ist entscheidend für Klangqualität und Rückkopplungssicherheit.
In Deutschland sind für Funkmikrofone primär die Frequenzbereiche 470–608 MHz und 823–832 MHz allgemein zugeteilt und ohne Einzelzuteilung nutzbar. Diese UHF-Bereiche bieten stabile Übertragung und sind für professionelle Veranstaltungstechnik Standard. Der früher genutzte Bereich 790–862 MHz (ehemaliges TV-Band) ist seit der Digitalen Dividende II nicht mehr für Funkmikrofone zugelassen und wurde für Mobilfunk (LTE/5G) umgewidmet. Ältere Funkmikrofon-Systeme in diesem Bereich dürfen nicht mehr betrieben werden. Für spezielle Anwendungen können bei der Bundesnetzagentur temporäre Frequenzzuteilungen außerhalb der allgemeinen Bereiche beantragt werden – etwa für Großveranstaltungen mit vielen parallelen Funkstrecken. Die Sendeleistung ist auf 10 mW ERP (Effective Radiated Power) begrenzt. Professionelle Funkmikrofon-Systeme bieten automatische Frequenzsuche und berechnen kompatible Kanäle, um Interferenzen zu vermeiden. Bei internationalen Produktionen ist zu beachten, dass Frequenzzuteilungen länderabhängig sind – ein in Deutschland zugelassenes System kann im Ausland illegal sein.
Ein professionelles Mikrofon wird über ein XLR-Kabel (3-polig) an den Mikrofoneingang des Mischpults angeschlossen. XLR-Kabel sind symmetrisch aufgebaut und unterdrücken Störungen effektiv. Am Mischpult wird das Kabel in den XLR-Eingang des gewünschten Kanals gesteckt – meist als „Mic In“ oder „XLR In“ gekennzeichnet. Bei Kondensatormikrofonen muss anschließend die Phantomspeisung (48V) für diesen Kanal aktiviert werden – üblicherweise über einen Schalter am Kanalzug oder im Menü digitaler Mischpulte. Der Gain-Regler (Vorverstärkung) wird so eingestellt, dass das Signal ausreichend Pegel hat, aber nicht übersteuert – die Peak-LED sollte bei lautesten Passagen gerade nicht aufleuchten. Dynamische Mikrofone benötigen meist mehr Gain als Kondensatormikrofone. Nach der Gain-Einstellung kann der Kanalfader für die Lautstärke im Mix genutzt werden. Wichtig: Phantomspeisung niemals während des Betriebs ein- oder ausschalten, wenn Lautsprecher aktiv sind – es können laute Knackgeräusche entstehen. Bei drahtlosen Systemen wird der Empfänger per XLR oder Klinke am Mischpult angeschlossen.
Die Mehrzahl von Mikrofon lautet Mikrofone. Die alternative Schreibweise Mikrophon (mit ph) ist ebenfalls korrekt, wird aber seltener verwendet – entsprechend lautet die Mehrzahl dann Mikrophone. Beide Schreibweisen sind im deutschen Sprachgebrauch zulässig, wobei die Variante mit f (Mikrofon/Mikrofone) heute üblicher ist. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen: μικρός (mikrós) bedeutet „klein, gering“ und φωνή (phōnē) bedeutet „Laut, Ton, Stimme, Sprache“. In der professionellen Veranstaltungstechnik wird fast ausschließlich die Schreibweise Mikrofon verwendet. Umgangssprachlich wird das Mikrofon oft als „Mikro“ abgekürzt – die Mehrzahl lautet dann Mikros. In technischen Spezifikationen und Produktbeschreibungen findet sich gelegentlich auch die englische Bezeichnung Microphone, Mehrzahl Microphones.