Vorschaltgeräte
Professionelle Vorschaltgeräte für Veranstaltungstechnik – LTT, Dein Experte
Vorschaltgeräte sind unverzichtbare Komponenten in der professionellen Veranstaltungstechnik – sie sorgen dafür, dass Deine Bühnenbeleuchtung, Moving Heads und Entladungslampen sicher und effizient arbeiten. Bei LTT findest Du hochwertige elektronische Vorschaltgeräte (EVG), konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) und LED-Treiber von führenden Herstellern wie Osram, Philips, Eurolite und Showtec. Ob für Festival-Bühnen, Theater, Clubs oder Messestände – wir bieten Dir die optimale Lösung für Deine Anforderungen. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Veranstaltungstechnik unterstützen wir Dich bei der Auswahl des passenden Vorschaltgeräts für Deine Beleuchtungsanlage.
Was ist ein Vorschaltgerät und wie funktioniert es?
Ein Vorschaltgerät ist eine elektrische Vorrichtung, die zwischen Stromversorgung und Leuchtmittel geschaltet wird und zwei zentrale Aufgaben erfüllt: Strombegrenzung und Bereitstellung der Zündspannung. Bei Gasentladungslampen wie Natriumdampflampen, Halogen-Metalldampflampen oder Leuchtstoffröhren würde ohne Vorschaltgerät der Entladungsstrom durch Stoßionisation unkontrolliert ansteigen – die Lampe würde innerhalb kürzester Zeit zerstört oder die Sicherung ausgelöst.
Das Vorschaltgerät begrenzt den Strom auf den für die Lampe erforderlichen Nennwert und stellt gleichzeitig die notwendige Zündspannung bereit, die je nach Lampentyp zwischen einigen hundert Volt bis mehrere Kilovolt betragen kann. Bei Leuchtstofflampen übernimmt das Vorschaltgerät zusätzlich die Vorheizung der Glühwendeln, bevor die eigentliche Zündung erfolgt. In der Veranstaltungstechnik kommen Vorschaltgeräte vor allem bei professionellen Bühnenscheinwerfern, Moving Heads und Entladungslampen zum Einsatz.
Der Unterschied zu einem Transformator liegt in der Funktion: Während ein Trafo primär die Spannung umwandelt, regelt das Vorschaltgerät den Stromfluss und schützt die Lampe vor Überlastung. Moderne elektronische Vorschaltgeräte arbeiten mit Betriebsfrequenzen zwischen 25 und 90 kHz, was flimmerfreies Licht und eine höhere Energieeffizienz ermöglicht – ein entscheidender Vorteil für professionelle Anwendungen, bei denen Lichtqualität und Zuverlässigkeit oberste Priorität haben.
Arten von Vorschaltgeräten: EVG, KVG und LED-Treiber im Vergleich
In der Veranstaltungstechnik unterscheiden wir grundsätzlich zwischen drei Arten von Vorschaltgeräten, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile für unterschiedliche Anwendungen bieten.
Konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) bestehen aus einer Drossel mit Eisenkern und Kupferwicklung und arbeiten bei Netzfrequenz (50 oder 60 Hz). Sie benötigen zusätzlich einen Starter zur Zündung der Lampe. KVG sind äußerst robust und können jahrzehntelang störungsfrei arbeiten, haben jedoch eine Verlustleistung von 10–20 % der Lampenleistung. Das charakteristische Flackern beim Start und das leise Brummen im Betrieb sind typisch für KVG. Seit 2005 ist der Verkauf von KVG mit niedriger Energieeffizienzklasse in der EU verboten – für Neuinstallationen kommen sie daher kaum noch in Frage.
Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) sind die moderne Alternative und in der professionellen Veranstaltungstechnik Standard. Sie betreiben die Lampe mit einer Hochfrequenz von 25–90 kHz, was mehrere Vorteile bietet: höhere Lichtausbeute, geringere Verlustleistung (nur 5–10 %), flimmerfreier Betrieb, schneller und geräuschloser Start ohne separaten Starter sowie die Möglichkeit zur Dimmung. EVG haben einen Leistungsfaktor von 0,97–0,99 und verlängern die Lebensdauer der Lampen durch sanften Warmstart. Für Moving Heads, Bühnenscheinwerfer und DMX-gesteuerte Beleuchtungsanlagen sind EVG unverzichtbar.
LED-Treiber sind speziell für LED-Leuchtmittel konzipiert und stellen eine Konstantstromquelle bereit, die den Strom von Unregelmäßigkeiten reinigt. Im Gegensatz zu Gasentladungslampen benötigen LEDs keine Zündspannung, sondern eine präzise geregelte Gleichstromversorgung. LED-Treiber sind kompakt, hocheffizient und oft dimmbar – ideal für moderne LED-Scheinwerfer und LED-Lampen in der Veranstaltungstechnik.
Wann braucht man ein Vorschaltgerät?
Vorschaltgeräte sind immer dann erforderlich, wenn Du Gasentladungslampen, Leuchtstoffröhren oder bestimmte LED-Leuchtmittel betreibst. In der Veranstaltungstechnik betrifft das vor allem professionelle Bühnenscheinwerfer mit Entladungslampen, Moving Heads mit HMI- oder MSR-Lampen sowie Leuchtstoffröhren und Leuchtstäbe für Hintergrundbeleuchtung und Effekte.
Ohne Vorschaltgerät würde der Entladungsstrom in Gasentladungslampen unkontrolliert ansteigen, bis die Lampe zerstört wird oder die Sicherung auslöst. Das Vorschaltgerät begrenzt den Strom auf den für die Lampe spezifizierten Nennwert und stellt gleichzeitig die erforderliche Zündspannung bereit. Bei Natriumdampflampen und Halogen-Metalldampflampen liegt diese Zündspannung im Kilovolt-Bereich – ohne Vorschaltgerät würde die Lampe gar nicht erst zünden.
Bei LED-Leuchtmitteln ist die Situation differenzierter: Sogenannte „Retrofit“-LEDs mit E27- oder GU10-Sockel haben den LED-Treiber bereits integriert und können direkt ans Netz angeschlossen werden. Professionelle LED-Scheinwerfer für die Veranstaltungstechnik benötigen hingegen externe LED-Treiber, die eine präzise geregelte Konstantstromversorgung liefern. Besonders bei dimmbaren LED-Systemen und DMX-gesteuerten Anlagen sind hochwertige LED-Treiber unverzichtbar für flimmerfreies Licht und lange Lebensdauer.
Auch bei der Umrüstung bestehender Beleuchtungsanlagen von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhren musst Du das Vorschaltgerät beachten: Einige LED-Röhren arbeiten mit dem vorhandenen EVG, andere erfordern den Ausbau des Vorschaltgeräts und Direktanschluss ans Netz. Die Produktbeschreibung gibt darüber Auskunft.
Vorschaltgeräte für Bühnenbeleuchtung und Events – Spezielle Anforderungen
In der professionellen Veranstaltungstechnik stellen Vorschaltgeräte besondere Anforderungen, die weit über den reinen Betrieb von Leuchtmitteln hinausgehen. Bühnenscheinwerfer, Moving Heads und Effektbeleuchtung müssen unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren – bei wechselnden Temperaturen, hoher Schalthäufigkeit und Integration in komplexe DMX-Lichtsteuerungen.
DMX-Kompatibilität und Dimmbarkeit sind zentrale Anforderungen: Elektronische Vorschaltgeräte für die Veranstaltungstechnik müssen mit DMX-Controllern und DALI-Systemen zusammenarbeiten und stufenlos dimmbar sein, ohne zu flackern oder die Farbtemperatur zu verändern. Hochwertige EVG von Herstellern wie Osram, Philips und Tridonic bieten digitale Schnittstellen und präzise Dimmkurven, die für professionelle Lichtshows unverzichtbar sind.
Robustheit und Schutzklassen spielen bei Outdoor-Events und Festivals eine entscheidende Rolle. Vorschaltgeräte für den Außeneinsatz benötigen mindestens IP65-Schutz gegen Staub und Strahlwasser. Die Gehäuse müssen mechanisch stabil sein und Vibrationen beim Transport sowie wechselnde Witterungsbedingungen aushalten. Für Traversen-Montage sind kompakte Bauformen mit standardisierten Befestigungspunkten gefordert.
Hohe Schalthäufigkeit ist typisch für Veranstaltungen: Scheinwerfer werden während einer Show hunderte Male ein- und ausgeschaltet. Konventionelle KVG sind dafür ungeeignet – sie verkürzen die Lampenlebensdauer erheblich. Elektronische Vorschaltgeräte mit Warmstart-Funktion schonen die Elektroden und ermöglichen über 100.000 Schaltzyklen ohne Leistungsverlust.
Sicherheit nach DGUV Vorschrift 17 (ehemals BGV C1) und EN 60598 ist in der Veranstaltungstechnik Pflicht. Vorschaltgeräte müssen über Überlast- und Kurzschlussschutz verfügen und dürfen im Fehlerfall keine Brandgefahr darstellen. Hochwertige EVG schalten bei defekter Lampe automatisch ab und schützen so die gesamte Beleuchtungsanlage.
Technische Spezifikationen und Leistungsklassen – Worauf Du achten solltest
Bei der Auswahl des richtigen Vorschaltgeräts für Deine Veranstaltungstechnik-Anwendung sind mehrere technische Parameter entscheidend. Die wichtigste Regel: Das Vorschaltgerät muss exakt zur Lampenleistung passen – eine 58-Watt-Leuchtstoffröhre benötigt ein EVG für 58 W, eine 250-Watt-Entladungslampe ein entsprechendes 250-W-Vorschaltgerät.
Leistungsklassen und Wattzahlen reichen von kleinen 18-W-EVG für Kompaktleuchtstofflampen bis zu Hochleistungs-Vorschaltgeräten für 2.500-W-HMI-Scheinwerfer. Gängige Leistungsklassen in der Veranstaltungstechnik sind 18 W, 36 W, 58 W für Leuchtstoffröhren, 70 W, 150 W, 250 W, 400 W für Entladungslampen sowie variable LED-Treiber von 10 W bis 300 W. Die Verlustleistung des Vorschaltgeräts muss bei der Gesamtleistungsberechnung berücksichtigt werden: Ein 58-W-EVG verbraucht zusätzlich 3–5 W, ein KVG hingegen 10–13 W.
Betriebsfrequenz unterscheidet konventionelle von elektronischen Vorschaltgeräten: KVG arbeiten bei Netzfrequenz (50/60 Hz), EVG bei 25–90 kHz. Die höhere Frequenz eliminiert das 100-Hz-Flimmern, das bei Kameraaufnahmen zu störenden Streifen führen kann – ein kritischer Punkt für TV-Produktionen und Livestreams. Für Studioanwendungen sind EVG mit mindestens 40 kHz Betriebsfrequenz empfehlenswert.
Leistungsfaktor (cos φ) gibt an, wie effizient das Vorschaltgerät die Netzenergie nutzt. Hochwertige EVG erreichen Werte von 0,97–0,99, während einfache KVG nur 0,5–0,6 aufweisen. Bei größeren Beleuchtungsanlagen summiert sich dieser Unterschied zu erheblichen Energiekosten. Die EU-Verordnung 2000/55/EG schreibt für neue Vorschaltgeräte Mindest-Energieeffizienzklassen vor – Geräte der Klasse A2 oder höher sind Pflicht.
Preisspanne und Qualitätsunterschiede sind erheblich: Einfache EVG für Standardanwendungen beginnen bei 15–25 €, professionelle dimmbare EVG mit DMX-Schnittstelle kosten 80–200 €, Hochleistungs-Vorschaltgeräte für Moving Heads und HMI-Scheinwerfer liegen bei 300–800 €. Die Investition in Markenqualität von Osram, Philips, Tridonic oder Vossloh-Schwabe zahlt sich durch längere Lebensdauer, geringere Ausfallraten und bessere Lichtqualität aus.
Installation und Montage an Traversen – Praxistipps für Veranstaltungstechniker
Die fachgerechte Installation von Vorschaltgeräten in Veranstaltungstechnik-Anwendungen erfordert sowohl elektrisches Know-how als auch mechanische Sorgfalt. Bei der Montage an Traversen-Systemen wie Naxpro-Truss oder Global Truss gelten besondere Anforderungen.
Elektrische Installation
Vorschaltgeräte werden grundsätzlich in Reihe zur Lampe geschaltet. Bei EVG entfällt der separate Starter – die Zündung erfolgt elektronisch. Wichtig ist die korrekte Verdrahtung nach Herstellervorgabe: Verwechslungen zwischen Netz- und Lampenseite können das EVG zerstören. Bei der Umrüstung von KVG auf EVG muss der alte Starter durch einen Überbrückungsadapter ersetzt oder die Fassung umverdrahtet werden. Für professionelle Installationen empfehlen sich konfektionierte Anschlusskabel mit Neutrik-Steckverbindern.
Bei größeren Beleuchtungsanlagen mit mehreren Entladungslampen ist ab 7 Natriumdampflampen eine Sperrdrossel erforderlich, um Oberschwingungen zu filtern, die vom Vorschaltgerät ins Stromnetz zurückfließen. Dies verhindert Störungen anderer Geräte und unnötige Aufmerksamkeit beim Energieversorger. Die Absicherung muss zur Gesamtleistung passen – bei 16-A-Absicherung können maximal 3.500 W (230 V) angeschlossen werden.
Mechanische Montage
Vorschaltgeräte erzeugen Wärme und benötigen ausreichende Belüftung. Bei Traversenmontage dürfen sie nicht in geschlossenen Gehäusen verbaut werden – ein Mindestabstand von 10 cm zu anderen Bauteilen ist erforderlich. Kompakte EVG können mit Kabelbindern oder speziellen Halterungen direkt an der Traverse befestigt werden. Für schwerere Vorschaltgeräte bieten sich Riggatec-Montageschienen oder Aluminium-Profile an.
Bei Outdoor-Events müssen Vorschaltgeräte vor Feuchtigkeit geschützt werden – entweder durch IP65-Gehäuse oder durch Montage in wetterfesten Cases. Die Kabelführung sollte Zugentlastung bieten und mechanische Belastung vom Vorschaltgerät fernhalten. Für mobile Anwendungen empfiehlt sich die Montage in 19-Zoll-Racks mit ausreichender Kühlung.
Die Wartung beschränkt sich bei EVG auf regelmäßige Sichtkontrollen und Reinigung der Kühlrippen. Defekte Vorschaltgeräte sollten nicht repariert, sondern ausgetauscht werden – die Elektronik ist komplex und eine Reparatur meist unwirtschaftlich.
LTT – Dein Experte für Veranstaltungstechnik
Bei LTT findest Du hochwertige Vorschaltgeräte von führenden Herstellern wie Osram, Philips, Eurolite, Showtec und Futurelight – abgestimmt auf die Anforderungen professioneller Veranstaltungstechnik. Unser Sortiment umfasst elektronische Vorschaltgeräte für Leuchtstoffröhren, LED-Treiber für moderne Scheinwerfer sowie Spezial-EVG für Entladungslampen in Moving Heads und Bühnenscheinwerfern.
Als Hersteller mit eigener Fertigung in Deutschland und über 25 Jahren Erfahrung in der Veranstaltungstechnik bieten wir Dir nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch kompetente Beratung bei der Auswahl des richtigen Vorschaltgeräts für Deine Anwendung. Ob Du eine bestehende Anlage auf LED umrüsten, ein neues Beleuchtungskonzept realisieren oder Ersatz für defekte Vorschaltgeräte suchst – unser Team unterstützt Dich mit technischem Know-how.
Von unserem Standort in Bocholt liefern wir schnell und zuverlässig – versandkostenfrei ab 69 € innerhalb Deutschlands. Du profitierst von 3 Jahren LTT-Garantie, Kauf auf Rechnung und Express-Versand bei eiligen Projekten. Für Wiederverkäufer und Großabnehmer bieten wir attraktive B2B-Konditionen.
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FAQ – Fragen & Antworten
Es gibt drei Haupttypen von Vorschaltgeräten: Konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) bestehen aus einer Drossel mit Eisenkern und arbeiten bei Netzfrequenz (50/60 Hz). Sie benötigen einen separaten Starter und haben eine Verlustleistung von 10–20 %. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) betreiben die Lampe mit 25–90 kHz Hochfrequenz, sind energieeffizienter (nur 5–10 % Verlust), flimmerfrei und oft dimmbar. LED-Treiber sind speziell für LED-Leuchtmittel konzipiert und liefern eine geregelte Konstantstromversorgung. In der Veranstaltungstechnik sind EVG und LED-Treiber Standard, da sie bessere Lichtqualität, höhere Effizienz und Kompatibilität mit DMX-Steuerungen bieten. Für professionelle Bühnenbeleuchtung werden ausschließlich elektronische Vorschaltgeräte eingesetzt.
Vorschaltgeräte sind erforderlich für den Betrieb von Gasentladungslampen (Natriumdampflampen, Halogen-Metalldampflampen), Leuchtstoffröhren und bestimmten LED-Leuchtmitteln. In der Veranstaltungstechnik betrifft dies vor allem Bühnenscheinwerfer mit Entladungslampen, Moving Heads mit HMI- oder MSR-Lampen sowie Leuchtstoffröhren für Hintergrundbeleuchtung. Ohne Vorschaltgerät würde der Entladungsstrom unkontrolliert ansteigen und die Lampe zerstören oder die Sicherung auslösen. Das Vorschaltgerät begrenzt den Strom auf den Nennwert und stellt die erforderliche Zündspannung bereit. LED-Retrofit-Lampen mit integriertem Treiber benötigen kein externes Vorschaltgerät, professionelle LED-Scheinwerfer hingegen schon. Bei der Umrüstung von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhren muss geprüft werden, ob das vorhandene EVG kompatibel ist oder ausgebaut werden muss.
Ein Transformator (Trafo) wandelt primär die Spannung um – beispielsweise von 230 V Netzspannung auf 12 V für Niedervolt-Halogenlampen. Ein Vorschaltgerät hingegen begrenzt den Stromfluss und stellt die Zündspannung für Gasentladungslampen bereit. Während der Trafo die Spannung transformiert, regelt das Vorschaltgerät den Strom auf den für die Lampe erforderlichen Nennwert. Bei Leuchtstofflampen und Entladungslampen würde ohne Strombegrenzung der Entladungsstrom unkontrolliert ansteigen. In der Veranstaltungstechnik werden beide Komponenten eingesetzt: Trafos für Niedervolt-Halogenbeleuchtung, Vorschaltgeräte für Entladungslampen in Bühnenscheinwerfern und Moving Heads. Manche Vorschaltgeräte für Kaltkathodenröhren vereinen beide Funktionen – sie transformieren die Spannung und begrenzen gleichzeitig den Strom.
Der Austausch von Leuchtstoffröhren gegen LED-Röhren ist möglich, erfordert aber Beachtung des Vorschaltgeräts. Es gibt zwei Typen von LED-Röhren: EVG-kompatible LED-Röhren können mit dem vorhandenen elektronischen Vorschaltgerät betrieben werden – hier erfolgt nur der Lampentausch. Netzspannungs-LED-Röhren erfordern den Ausbau oder die Überbrückung des Vorschaltgeräts und werden direkt ans 230-V-Netz angeschlossen. Bei konventionellen Vorschaltgeräten (KVG) mit Starter muss dieser durch einen Überbrückungsadapter ersetzt werden. Die Produktbeschreibung der LED-Röhre gibt Auskunft über die erforderliche Umrüstung. In der Veranstaltungstechnik empfehlen sich EVG-kompatible LED-Röhren, da sie die vorhandene Infrastruktur nutzen und oft dimmbar sind. Wichtig: Die Umrüstung muss fachgerecht erfolgen und den VDE-Vorschriften entsprechen.
Ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) wandelt die 230-V-Netzspannung zunächst in Gleichspannung um und erzeugt daraus mittels Hochfrequenz-Wechselrichter eine Wechselspannung mit 25–90 kHz Betriebsfrequenz. Diese hohe Frequenz ermöglicht den Betrieb der Lampe mit kompakteren Bauteilen und geringeren Verlusten als bei konventionellen Vorschaltgeräten. Das EVG steuert den Startvorgang elektronisch: Bei Leuchtstofflampen werden die Elektroden zunächst vorgeheizt (Warmstart), dann wird die Zündspannung angelegt. Nach erfolgreicher Zündung regelt das EVG den Lampenstrom auf den Nennwert. Die hohe Betriebsfrequenz verhindert das 100-Hz-Flimmern, das bei KVG auftritt. Moderne EVG verfügen über Schutzschaltungen gegen Kurzschluss, Überlast und defekte Lampen. Dimmbare EVG modulieren die Hochfrequenz-Amplitude und ermöglichen stufenlose Helligkeitsregelung – ideal für DMX-gesteuerte Bühnenbeleuchtung in der Veranstaltungstechnik.
Ein defektes Vorschaltgerät zeigt sich durch verschiedene Symptome: Die Lampe zündet nicht mehr oder nur nach mehreren Versuchen, flackert im Betrieb, leuchtet deutlich dunkler als gewohnt oder geht nach kurzer Zeit wieder aus. Bei konventionellen Vorschaltgeräten (KVG) können Brummgeräusche lauter werden oder ein Brandgeruch auftreten – beides deutet auf defekte Wicklungen hin. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) fallen meist ohne Vorwarnung komplett aus. Zur Diagnose sollte zunächst die Lampe getauscht werden – bleibt das Problem bestehen, ist das Vorschaltgerät defekt. Bei EVG kann eine Sicherung im Gerät durchgebrannt sein, die bei manchen Modellen zugänglich ist. In der Veranstaltungstechnik empfiehlt sich bei Verdacht auf defektes Vorschaltgerät der sofortige Austausch, da Reparaturen unwirtschaftlich sind. Hochwertige EVG von Markenherstellern haben eine Lebensdauer von 50.000–100.000 Betriebsstunden.
Für professionelle Bühnenbeleuchtung eignen sich ausschließlich elektronische Vorschaltgeräte (EVG) mit speziellen Eigenschaften: Dimmbarkeit ist unverzichtbar – das EVG muss mit DMX-Controllern oder DALI-Systemen kompatibel sein und stufenlos ohne Flackern dimmen. Hohe Betriebsfrequenz (mindestens 40 kHz) eliminiert das Flimmern bei Kameraaufnahmen. Warmstart-Funktion schont die Lampenelektroden bei häufigem Schalten während Shows. Robustes Gehäuse mit IP65-Schutz ist für Outdoor-Events erforderlich. Kompakte Bauform erleichtert die Montage an Traversen. Bewährte Hersteller für Veranstaltungstechnik sind Osram, Philips, Tridonic und Vossloh-Schwabe. Für Moving Heads und HMI-Scheinwerfer werden Hochleistungs-EVG mit 150–2.500 W benötigt, für LED-Scheinwerfer spezielle LED-Treiber mit Konstantstromregelung. Die Investition in hochwertige EVG zahlt sich durch längere Lebensdauer, bessere Lichtqualität und geringere Ausfallraten aus.
Die Preise für professionelle Vorschaltgeräte in der Veranstaltungstechnik variieren je nach Leistung, Funktionsumfang und Hersteller erheblich. Einfache elektronische Vorschaltgeräte (EVG) für Leuchtstoffröhren (18–58 W) beginnen bei 15–25 € und eignen sich für Hintergrundbeleuchtung. Dimmbare EVG mit 0–10-V- oder DALI-Schnittstelle kosten 40–80 €. Professionelle EVG für Bühnenscheinwerfer mit DMX-Kompatibilität, Warmstart und hoher Schaltfestigkeit liegen bei 80–200 €. Hochleistungs-Vorschaltgeräte für Moving Heads und HMI-Scheinwerfer (250–2.500 W) kosten 300–800 €. LED-Treiber für professionelle LED-Scheinwerfer rangieren zwischen 50 € (einfache Modelle) und 400 € (dimmbare Hochleistungs-Treiber). Markenqualität von Osram, Philips oder Tridonic ist teurer als No-Name-Produkte, bietet aber längere Lebensdauer, bessere Lichtqualität und höhere Zuverlässigkeit – entscheidend für professionelle Veranstaltungen, bei denen Ausfälle inakzeptabel sind.