Rigging - Bühnentechnik
Rigging - Bühnentechnik: Sicheres Fundament für jede Veranstaltung – Dein Experte für Veranstaltungstechnik
Willkommen in der Welt des professionellen Riggings bei LTT! Ob Konzert, Messestand, Theaterproduktion oder Open-Air-Festival – ohne sicheres Rigging und durchdachte Bühnentechnik entsteht kein beeindruckendes Ergebnis über den Köpfen des Publikums.
Bei LTT findest Du die volle Palette an Rigging-Equipment: von tragenden Traversensystemen über Anschlagmittel und Fangseile bis hin zu leistungsstarken Kettenzügen. Als Hersteller mit eigener Fertigung in Deutschland liefern wir Dir hochwertige Markenprodukte, die den geltenden Sicherheitsstandards entsprechen.
Setze Deine Bühne mit einem verlässlichen Trägersystem in Szene – und verlasse Dich dabei auf 25 Jahre Erfahrung und über 100.000 positive Kundenbewertungen.
Was ist Rigging in der Veranstaltungstechnik? Bedeutung & Definition
Rigging beschreibt in der Veranstaltungstechnik die Konstruktion, Befestigung und Sicherung von Lasten über dem Bühnenbereich. Der Begriff umfasst drei Kernbereiche: Höhenarbeit, Anschlagtechnik und Hebetechnik. Gemeint sind damit alle Komponenten, die oberhalb von Bühne oder Publikum installiert werden – etwa Traversen, Scheinwerfer, Lautsprecher und LED-Wände.
Woher stammt der Begriff Rigging?
Der Begriff Rigging stammt ursprünglich aus der Segelschifffahrt und bezeichnete dort die Takelage (das „Rigg“) eines Segelschiffs. In die Veranstaltungstechnik übertragen, meint das „Rig“ heute das komplette Trägersystem zur sicheren Aufhängung von Lasten. Auf Deutsch bedeutet Rigging so viel wie „Anschlagen, Heben und Sichern von Lasten in der Höhe“.
Abgrenzung zu verwandten Gewerken
Rigging ist keine handwerkliche Improvisation, sondern ein ingenieurtechnisches Verfahren, das Planung, Materialkunde und Sicherheitswissen voraussetzt. Es unterscheidet sich vom reinen Bühnenbau (dem Aufbau von Podesten und Bodenkonstruktionen) dadurch, dass es sich ausschließlich mit der Aufhängung und Sicherung von Lasten über Kopf befasst. Damit bildet Rigging das sicherheitsrelevante Fundament jeder professionellen Inszenierung – vom kleinen Club-Konzert bis zur großen Arena-Show.
Was gehört alles zum Rigging? Traversen, Anschlagmittel & Hebezeuge
Zum Rigging in der Bühnentechnik gehört ein vollständiges System aus tragenden Elementen, Verbindungsteilen, Hebezeugen und Sicherungen. Jede Komponente greift ins nächste – und jede Verbindung ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Traversen als tragende Konstruktion
Traversen (auch „Truss“ genannt) sind Aluminium-Fachwerkträger und bilden das Grundgerüst für Licht, Ton, Video und Deko. Je nach Einsatz kommen Einpunkt-, Zweipunkt-, Dreipunkt- oder Vierpunkttraversen zum Einsatz. Zweipunkttraversen tragen geringe Lasten als einfache Träger, Dreipunkttraversen bieten hohe Stabilität für Ecken und Querträger, und Vierpunkttraversen liefern maximale Tragkraft im Bühnenbau.
Anschlagmittel und Verbindungselemente
Anschlagmittel verbinden Traversen und Technik sicher mit tragenden Strukturen. Dazu zählen Stahlseile und Anschlagseile, Rundschlingen und Lastschlaufen, Ketten, Schäkel, Kauschen sowie Spannschlösser. Ergänzend sichern Fangseile und Sicherungsseile Geräte gegen Absturz.
Hebezeuge: Kettenzüge und Motoren
Zum Anheben der oft tonnenschweren Elemente kommen Kettenzüge zum Einsatz. Elektrokettenzüge mit Lastüberwachung heben komplette Rigg-Systeme präzise, während Handkettenzüge dort arbeiten, wo kein Strom verfügbar ist. Im Theater werden traditionell Prospektzüge verwendet.
Sicherungen und Ballastierung
Bei Ground-Support-Konstruktionen sorgt die Ballastierung für Standsicherheit, während Secondary Safeties jedes Gerät zusätzlich gegen Absturz absichern.
Traversensysteme im Detail: Arten und Varianten von Naxpro®-Truss FD, HD & GS94
Die Naxpro®-Truss Traversensysteme sind das Herzstück des LTT-Sortiments – als Eigenmarke mit Fertigung in Deutschland. Für jeden Anwendungsfall gibt es die passende Serie mit klar definierten technischen Merkmalen.
Naxpro®-Truss FD21 bis FD24
Die leichte FD-Serie FD21-24 nutzt ein Rohr mit 35 mm Durchmesser und 2 mm Wandstärke. Sie eignet sich für Deko-Anwendungen, kleine Messestände und leichte Beleuchtung.
Naxpro®-Truss FD31 bis FD44
Die FD31-44 verwendet ein 50-mm-Rohr mit 2 mm Wandstärke und ist der Allrounder für Bühne, Messe und Event – die verbreitetste Klasse für Standardkonstruktionen.
Naxpro®-Truss HD31 bis HD44
Die HD-Serie HD31-44 setzt auf ein 50-mm-Rohr mit erhöhter 3-mm-Wandstärke. Die stärkere Wandung erlaubt höhere Traglasten und größere Spannweiten bei anspruchsvollen Setups.
Naxpro®-Truss GS94
Die GS94 ist die schwerste Serie mit einem 60-mm-Rohr, 5 mm Wandstärke und Diagonalrohren von 40 x 3 mm. Sie ist für große Ground-Support-Systeme und schwere Dachkonstruktionen konzipiert.
Neben den Eigenmarken führt LTT auch Global Truss, Litetruss und Prolyte.
Vergleich der Traversensysteme: Unterschied zwischen FD, HD und GS94
Der zentrale Unterschied zwischen den Naxpro®-Truss Serien liegt in Wandstärke, Rohrdurchmesser und der daraus resultierenden Tragfähigkeit. Wer das passende System wählt, spart Gewicht, Kosten und Aufbauzeit – und arbeitet dennoch sicher.
Kompatibilität und Systemauswahl
Die Systemauswahl richtet sich nach dem Traglastbedarf und der Spannweite Deiner Konstruktion. Innerhalb einer Serie sind die Verbindungsteile aufeinander abgestimmt – Serien mit unterschiedlichem Rohrdurchmesser sind jedoch nicht ohne Adapter kombinierbar. Für den Übergang zwischen verschiedenen Systemen bietet LTT passende Reduzierstücke und Zubehör für Traversen. Plane die Systemwahl daher immer vor dem Kauf – ein einheitliches System vereinfacht Lagerhaltung und Aufbau erheblich.
Sicherheit, Statik & Normen: DGUV V17, EN 1090 und TÜV SüD
Beim Rigging arbeitest Du in großer Höhe mit der Gefahr herabfallender Lasten – Sicherheit hat deshalb oberste Priorität. LTT-Produkte erfüllen die maßgeblichen Normen und Zertifizierungen der Branche.
DGUV Vorschrift 17
Die DGUV Vorschrift 17 (ehemals BGV C1) regelt den Betrieb von Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung. Sie definiert Anforderungen an tragende Konstruktionen, Hebezeuge und deren regelmäßige Prüfung – ein zentraler Bezugspunkt für jeden Rigger.
EN 1090 und TÜV SüD
Die Norm EN 1090 legt die Anforderungen an die Ausführung von Aluminium- und Stahltragwerken fest. LTT fertigt seine Traversen nach diesen Vorgaben, und viele Systeme sind zusätzlich durch den TÜV SüD statisch geprüft – ein klarer Vorteil für die Compliance Deines Projekts.
Working Load Limit (WLL) und Sicherheitsfaktoren
Das Working Load Limit (WLL) gibt die zulässige Arbeitslast eines Anschlagmittels an. Der WLL ist bereits um einen Sicherheitsfaktor gegenüber der Bruchlast reduziert – bei Anschlagmitteln liegt dieser Faktor oft bei 1:5 oder höher. Berechne die tatsächliche Last immer inklusive Eigengewicht der Traverse und angehängter Technik.
Fliegende Bauten und Statik
Bei Fliegenden Bauten nach DIN 4112 prüft die Baubehörde die Statik und erstellt ein Prüfbuch. Bei Aufbauten bis zwei Hängepunkte kannst Du die Lastberechnung mit den Herstellertabellen selbst durchführen – ab dem dritten Punkt muss ein Statiker die Berechnung übernehmen.
Wie läuft der Rigging-Prozess ab? Vom Aufbau bis zur Abnahme – wer darf Rigging durchführen?
Der Rigging-Prozess folgt einem klaren Ablauf, der Planung, Montage und Abnahme umfasst – jeder Schritt setzt qualifiziertes Personal voraus.
Planung und Lastberechnung
Zunächst wird die Konstruktion geplant: Traversenauswahl, Anzahl der Hängepunkte, Lastverteilung und Ballastierung. Auf Basis der Herstellertabellen oder einer Statik werden die zulässigen Lasten festgelegt.
Montage und Höhenarbeit
Rigger als Höhenarbeiter hängen die Traversen mit Ketten, Rundschlingen und Schäkeln an die festgelegten Hängepunkte. Elektrokettenzüge heben die Konstruktion präzise in die Zielhöhe. Anschließend werden Scheinwerfer und Lautsprecher primär befestigt und mit Fangseilen zusätzlich gesichert.
Abnahme und Prüfung
Bei komplexen Konstruktionen erfolgt eine Abnahme durch einen Prüfstatiker. Bei Fliegenden Bauten nimmt ein behördlicher Prüfer das Bauwerk anhand des Prüfbuchs ab.
Qualifikation: Der Rigger-Schein
Wer Rigging durchführen darf, ist klar geregelt. Die IGVW (Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft) definiert drei Ausbildungsstufen: Level 1 führt einfache Tätigkeiten unter Aufsicht durch, Level 2 (Sachkundiger für Veranstaltungsrigging nach VPLT Standard SR 3.0) darf eigenständig alle üblichen Riggingaufgaben übernehmen, und Level 3 verantwortet komplexe oder nicht standardisierte Konstruktionen. Der sogenannte Rigger-Schein wird als Sachkundenachweis SQQ2 nach Abschluss der Lehrgänge vergeben.
Welches Rigging-Zubehör benötige ich? Kaufberatung nach Anwendung
Die passende Ausstattung hängt von Deinem Anwendungsfall ab. Diese Kaufberatung hilft Dir, das richtige Rigging-Zubehör für Deinen Einsatz zu wählen.
Kaufberatung nach Bühnenhöhe und Traglast
Für leichte Deko und kleine Messestände genügt oft eine FD21- oder FD31-Traverse mit einfachen Anschlagseilen. Für schwere Beleuchtung und Line-Arrays über größeren Spannweiten empfiehlt sich die HD- oder GS94-Serie. Berechne stets den gesamten Traglastbedarf inklusive Eigengewicht.
Ground Support vs. Kettenzug
Stehen keine tragfähigen Deckenpunkte zur Verfügung, ist ein Ground-Support-System die optimale Lösung – die Konstruktion steht dann auf dem Boden und wird ballastiert. Sind belastbare Hängepunkte vorhanden, hebst Du die Traverse mit Elektrokettenzügen an die Decke.
Indoor vs. Outdoor
Bei Outdoor-Einsätzen brauchst Du wetterfeste, statisch geprüfte Tragwerke und musst Windlasten einkalkulieren. Indoor stehen Aufbaugeschwindigkeit und Flexibilität im Vordergrund.
Zubehör und Ersatzteile
Zur Grundausstattung gehören Verbindungssätze, Schellen und Haken, Spannschlösser sowie Sicherungs- und Fangseile. Für den Transport erleichtern Rollwagen und Laderampen die Logistik. Vergiss die Arbeitskleidung und PSA nicht – Handschuhe und Absturzsicherung sind beim Aufbau Pflicht.
Pflege, Wartung und Prüfung von Rigging-Equipment
Rigging-Equipment ist sicherheitsrelevant und unterliegt regelmäßigen Prüfpflichten. Eine sorgfältige Pflege und Wartung verlängert die Lebensdauer und schützt Menschen.
Regelmäßige Prüfung
Anschlagmittel wie Rundschlingen, Stahlseile und Schäkel müssen regelmäßig durch eine befähigte Person geprüft werden. Kontrolliere sie vor jedem Einsatz auf sichtbare Schäden, Verformungen, Korrosion und Verschleiß. Beschädigte Anschlagmittel werden sofort aussortiert.
Wartung der Hebezeuge
Elektrokettenzüge und Handkettenzüge benötigen wiederkehrende Prüfungen gemäß DGUV Vorschrift 17. Kette, Bremse und Lastaufnahme sind besonders zu beachten. LTT bietet Dir hochwertige Hebezeuge, die für diese Prüfintervalle ausgelegt sind.
Reinigung und Lagerung von Traversen
Aluminium-Traversen reinigst Du am besten mit mildem Reiniger und Wasser – vermeide aggressive Chemikalien, die die Oberfläche angreifen. Lagere Traversen trocken und ohne mechanische Spannung, damit sich die Fachwerkträger nicht verziehen.
Marken & Hersteller für Rigging: LTT-Eigenmarken und Handelsmarken
Beim Rigging entscheidet die Qualität der Marken über Sicherheit und Langlebigkeit. LTT vereint eigene Herstellung mit einem breiten Sortiment führender Handelsmarken.
LTT-Eigenmarken – Made in Germany
Naxpro®-Truss ist der führende Anbieter für Traversensysteme aus eigener deutscher Produktion. Riggatec® liefert das passende Zubehör für Veranstaltungstechnik – von Anschlagmitteln bis Sicherungsseilen. Bullstage® steht für Bühnenpodeste, und mit Litetruss® sowie Junior-Truss® runden weitere Eigenmarken das Programm ab.
Führende Handelsmarken
Ergänzend führt LTT namhafte Drittmarken wie Global Truss, Prolyte, Alutruss, Litec, Milos, Doughty und Showtec. So findest Du bei uns für jedes Budget und jede Anwendung die optimale Lösung – vom Einstieg bis zur Touring-Klasse. Diese Kombination aus Eigenfertigung und Markenvielfalt macht LTT zu einem verlässlichen Partner für professionelle Anwendungen.
Weiterführende und passende Kategorien für Dein Rigging-Projekt
Rund um das Thema Rigging findest Du bei LTT weitere passende Kategorien, die Dein Projekt vervollständigen.
Stöbere im umfangreichen Sortiment an Traversen für alle Systemklassen, entdecke fertige Traversenkonstruktionen für den schnellen Aufbau oder plane Deinen Auftritt mit passenden Bühnen. Für Messeauftritte lohnt ein Blick auf unsere Messestände und Traversenmöbel. So setzt Du jedes Event sicher und stilvoll in Szene.
LTT – Dein Experte für Veranstaltungstechnik
Als Hersteller mit eigener Fertigung in Deutschland und über 25 Jahren Erfahrung ist LTT Dein zuverlässiger Partner für Rigging und Bühnentechnik. Von der leichten FD-Traverse bis zum schweren GS94-Ground-Support liefern wir Dir hochwertige Markenprodukte für beeindruckende Ergebnisse – ergänzt durch geprüfte Anschlagmittel, Kettenzüge und Sicherheitstechnik.
Deine Vorteile bei LTT: 3 Jahre LTT-Garantie, Versand aus Bocholt in Deutschland und versandkostenfreie Lieferung ab 69 €. Auf Wunsch bringen wir Deine Ware per Express-Versand schnell ans Ziel, und dank unseres internationalen Händlernetzes liefern wir weltweit. Wiederverkäufer profitieren von attraktiven Großhandelskonditionen.
Du planst Dein nächstes Projekt und brauchst Beratung zur richtigen Systemauswahl? Entdecke jetzt das komplette Rigging-Sortiment und stelle Dir Deine optimale Lösung zusammen – wir unterstützen Dich als Experte für Veranstaltungstechnik. Ergänze Dein Setup mit passenden Traversen und Bühnen.
FAQ – Fragen & Antworten
Rigging in der Veranstaltungstechnik beschreibt die Konstruktion, Befestigung und Sicherung von Lasten über dem Bühnenbereich. Rigging umfasst die drei Kernbereiche Höhenarbeit, Anschlagtechnik und Hebetechnik. Dazu zählen alle Komponenten, die oberhalb von Bühne oder Publikum installiert werden – etwa Traversen, Scheinwerfer, Lautsprecher und LED-Wände. Ziel des Riggings ist es, eine stabile und sichere Hängekonstruktion zu schaffen, die den statischen Anforderungen der geplanten Lasten gerecht wird. Rigging ist damit ein ingenieurtechnisches Verfahren, das Planung, Materialkunde und Sicherheitswissen voraussetzt.
Der Begriff Rigging stammt ursprünglich aus der Segelschifffahrt und bezeichnete dort die Takelage (das „Rigg“) eines Segelschiffs sowie die dafür zuständigen Fachleute. In die Veranstaltungstechnik übertragen, meint Rigging heute das fachgerechte Anschlagen, Heben, Positionieren und Sichern von Lasten in der Höhe. Das „Rig“ bezeichnet dabei das komplette Trägersystem zur Aufhängung von Lasten wie Traversen, Scheinwerfern und Lautsprechern. Rigging ist damit weit mehr als ein Aufbau-Schritt – es ist ein sicherheitskritischer Fachbereich der modernen Bühnentechnik.
Rigging bedeutet auf Deutsch so viel wie „Anschlagen, Heben und Sichern von Lasten in der Höhe“. Eine direkte deutsche Einzelwort-Übersetzung gibt es nicht, da sich der Fachbegriff aus der englischen Sprache und ursprünglich aus der Segelschifffahrt (Takelage) etabliert hat. In der Veranstaltungstechnik umschreibt Rigging den gesamten Prozess der Aufhängung technischer Lasten über der Bühne – von der Planung über die Montage der Traversen bis zur Sicherung von Scheinwerfern und Lautsprechern. Im Deutschen wird häufig auch der Begriff „Veranstaltungsrigging“ verwendet.
Der Rigging-Prozess läuft in drei Phasen ab: Planung, Montage und Abnahme. Zunächst wird die Konstruktion geplant – Traversenauswahl, Anzahl der Hängepunkte, Lastverteilung und gegebenenfalls Ballastierung. Anschließend hängen Rigger als Höhenarbeiter die Traversen mit Ketten, Rundschlingen und Schäkeln an die Hängepunkte und heben sie mit Elektrokettenzügen in die Zielhöhe. Danach werden Scheinwerfer und Lautsprecher primär befestigt und zusätzlich mit Fangseilen gesichert. Bei komplexen Konstruktionen oder Fliegenden Bauten folgt eine Abnahme durch einen Prüfstatiker oder einen behördlichen Prüfer anhand des Prüfbuchs.
Zum Rigging gehört ein vollständiges System aus vier Bausteinen. Erstens die Traversen als tragende Aluminium-Fachwerkträger für Licht, Ton und Video. Zweitens die Anschlagmittel und Verbindungselemente wie Stahlseile, Rundschlingen, Ketten, Schäkel und Spannschlösser. Drittens die Hebezeuge – Elektrokettenzüge mit Lastüberwachung sowie Handkettenzüge zum Anheben der Elemente. Viertens die Sicherungen wie Fangseile, Secondary Safeties und Ballastierung. Jede Verbindung im Rigg ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, weshalb alle Komponenten korrekt dimensioniert, geprüft und fachgerecht verwendet werden müssen.
Rigging darf nur qualifiziertes Personal durchführen, dessen Ausbildung die IGVW (Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft) in drei Stufen regelt. Ein Veranstaltungsrigger Level 1 führt einfache Tätigkeiten mit geringer Gefährdung unter Aufsicht durch. Der Level-2-Rigger, der Sachkundige für Veranstaltungsrigging nach VPLT Standard SR 3.0, darf eigenständig alle üblichen Riggingaufgaben übernehmen und trägt die Fachverantwortung. Ein Level-3-Rigger verantwortet komplexe oder nicht standardisierte Konstruktionen mit hohem Gefährdungsgrad und übernimmt Planung, Leitung und Aufsicht. Der Sachkundenachweis wird als SQQ2 (Rigger-Schein) vergeben.
Anschlagmittel in der Veranstaltungstechnik sind Verbindungs- und Befestigungselemente, die Traversen, technische Geräte oder andere Bauteile sicher mit tragenden Strukturen verbinden. Dazu zählen Stahlseile und Anschlagseile, Rundschlingen und Lastschlaufen, Ketten und Anschlagketten sowie Schäkel, Kauschen und Spannschlösser. Anschlagmittel in der Veranstaltungstechnik unterliegen strengen Anforderungen: Sie müssen für die jeweilige Last korrekt dimensioniert sein, dem angegebenen Working Load Limit (WLL) entsprechen und regelmäßig durch eine befähigte Person geprüft werden. Beschädigte Anschlagmittel sind sofort auszusortieren.
Die Wahl der Naxpro®-Truss Serie richtet sich nach Traglastbedarf und Spannweite. Für Deko und kleine Messestände genügt die leichte FD21-24-Serie mit 35-mm-Rohr und 2 mm Wandstärke. Für Standardbühnen und Messen ist die FD31-44 mit 50-mm-Rohr und 2 mm Wandstärke der bewährte Allrounder. Bei höheren Traglasten und größeren Spannweiten empfiehlt sich die HD31-44 mit 3 mm Wandstärke. Für große Ground-Support-Systeme und Dachkonstruktionen ist die GS94 mit 60-mm-Rohr, 5 mm Wandstärke und 40x3-mm-Diagonalrohren die richtige Wahl. Berechne stets den Gesamtlastbedarf inklusive Eigengewicht.